Pressemitteilung

Zusammenarbeiten und innovative Produkte entwickeln

23.05.2013 Idea Innovation Bulb Energy Light Power Lightbulb

Pressemitteilung

Donnerstag, 23. Mai 2013

GV 2013 des Verbands der Walliser Stromverteiler

Zusammenarbeiten und innovative Produkte entwickeln

Vouvry – Energiefragen dominieren die nationale und kantonale Politik. Die Herausforderung der Walliser Stromverteiler besteht darin, wirksame Partnerschaften aufzubauen, um in einer Region mit extremer Topografie ein Elektrizitätsnetz bewirtschaften zu können. An seiner Jahresversammlung in Vouvry hat der Verband der Walliser Stromverteiler (VWSV) zwei neue Mitglieder aus dem Oberwallis in den Vorstand aufgenommen

Freiwillige Zusammenarbeit anstelle eines dirigistischen Ansatzes

Der Sektor der Stromverteilung besteht aus zahlreichen Akteuren, die sich des beträchtlichen Optimierungspotenzials in ihrer Branche bewusst sind. Erste Annäherungen haben bereits stattgefunden und im Bereich der Netzbewirtschaftung entstehen erste Kollaborationen, die ein Gleichgewicht zwischen Skalierungseffekten und einem leistungsfähigen Kundenservice ermöglichen. Denn die Aufgabe der VWSV-Mitglieder besteht darin, trotz schwieriger Topografie die Energieversorgung der gesamten Walliser Bevölkerung sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund lehnt die Branche jegliche zentralistischen Vorgaben ab, die ihr eine nicht bedürfnisorientierte Zusammenarbeit aufzwingen.

Vielfältiges Produktangebot und eine gemeinsame Plattform

Die Energievermarktung bietet den Walliser Stromverteilern in Zukunft tolle Chancen, doch es braucht eine kritische Grösse, damit diese Chancen genutzt werden können. Davon zeugt der Multimedia-Bereich, der sich dank dem Zusammenschluss mehrerer Unternehmen weiterentwickeln konnte und auf einem hart umkämpften Markt grosse Erfolge verzeichnet. Für die Zukunft brauchen die Walliser Unternehmen ein auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenes Walliser Gesamtprodukt (Strom, Multimedia usw.). Der Verband hat dies erkannt und fördert den Aufbau einer gemeinsamen Plattform.

Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen geschickt fördern

Der Energiemix der Schweiz und des Wallis verändert sich allmählich, der Anteil der neuen erneuerbaren Energiequellen an der gesamten Stromversorgung steigt. Allerdings stossen diese auch an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist es, Pragmatismus und Vernunft walten zu lassen, gerade in einer Zeit, wo erneuerbare Energien zwar immer stärker subventioniert, Investitionen aber zugleich durch übermässige Regulierung gebremst werden. Der VWSV setzt sich für kürzere Bewilligungsverfahren und vernünftige Einsprachemöglichkeiten ein und spricht sich für eine Lockerung des geltenden Rechts aus.

Spektakulärer Aufschwung der erneuerbaren Energien im Jahr 2012

Nachdem der Walliser Stromverbrauch 2011 leicht zurückging, stieg er 2012 wieder um 2.6 Prozent an (CH: + 0.6 %) und erreichte ein Volumen von 3.207 TWh.

Mit dem Aufschwung der neuen erneuerbaren Energiequellen (Biomasse, Windenergie, Photovoltaik) können die Walliser Stromverteiler mehr als zufrieden sein. Die Gesamtproduktion erreicht ein Volumen von 23.7 kWh, die Stromproduktion aus Photovoltaik-Anlagen stieg gar um das Sechsfache. Dieser Boom der  neuen erneuerbaren Energiequellen (+ 57.8 % im Vergleich zum Vorjahr) zeugt vom grossen Engagement der Stromverteiler.

Erweiterung des Vorstands

Yves Zumwald, neuer Direktor von Bas-Valais Energie, ersetzt Ferdinand Barmettler, der demnächst in den Ruhestand tritt. Patrick Brendel, Direktor der ReLL AG in Leuk, und Rolf Schröter, Direktor der EWO AG in Münster, stossen neu zum Vorstand.