Pressemitteilung

Pressemitteilung: GV 2016 des Verbandes der Walliser Stromverteiler

19.05.2016 photo-3

Pressemitteilung

19. Mai 2016

GV 2016 des Verbandes der Walliser Stromverteiler

Sitten Die Generalversammlung des Verbandes der Walliser Stromverteiler fand am 19. Mai 2016 in Sitten statt. Die zahlreichen anwesenden Mitglieder wurden von Präsident Jean-Albert Ferrez, dem Direktor von esr, begrüsst. Verschiedene legislatorische, wirtschaftliche und technische Unsicherheiten beunruhigen die Branche. Das traditionelle Verteilschema wird in Frage gestellt. Der VWSV bereitet sich aktiv darauf vor, sich dieser Revolution zu stellen. Nach der Generalversammlung besuchten die Mitglieder die EPFL Valais Wallis.

Strukturelle Entwicklung der Branche

Die Elektrizitätsversorgungsunternehmen erleben ein für alle Bereiche des Sektors schwieriges und ungewisses Umfeld. Der sehr dichte legislative Rahmen bürdet den Stromverteilern zahlreiche Einschränkungen auf, während das Datum der definitiven Marktöffnung anscheinend weiter verschoben wird und das Parlament die Energiestrategie 2050 noch nicht abgeschlossen hat. Der Energiepreis fällt weiter und zieht die Produktion, aber auch die Verteilung, in Mitleidenschaft. Zwischen den verschiedenen Akteuren verstärkt sich der Kampf um die freien Abnehmer. Die Entwicklung neuer Technologien stellt das traditionelle Verteilschema und das Verhältnis mit den Kunden in Frage, die immer öfter zu Partnern werden.

In diesem Zusammenhang hat der Verband der Walliser Stromverteiler (VWSV) vier Arbeitsgruppen gebildet. Sie wurden beauftragt, die aktuellen Lösungen zu analysieren, die Herausforderungen zu identifizieren und Lösungen für die verschiedenen Stromverteilungsaspekte zu skizzieren, und zwar für das Smart Metering, die elektronische Datenverwaltung mit umfassenden Lösungen, die Energieverwaltung und die Entwicklung von Geschäftslösungen für Endkunden.

Die ersten Analysen ergeben, dass trotz der Vielfalt der Stromverteiler – ob in Bezug auf die Grösse, die Art der Tätigkeit oder die Rechtsform des Unternehmens – ein Wille besteht, zusammenzuarbeiten, um den lokalen Kunden die besten Leistungen zu bieten. Lokal fest verwurzelte Unternehmen bieten erstklassige kundennahe Leistungen für ihre Kunden-Partner.

Tätigkeiten des VWSV

Im vergangenen Jahr hat der VWSV die Interessen des Stromverteilsektors bei zahlreichen kantonalen und eidgenössischen Vernehmlassungen mit Stellungnahmen vertreten. Dazu gehörten:

  • Vorentwurf für das kantonale Gesetz zur Förderung der Bergbahnen im Kanton Wallis
  • Kantonales Baugesetz und Bauverordnung
  • Strategie Wasserkraft des Kantons Wallis
  • Strategie Stromnetze des Bundesrates
    • Anpassung des Berechnungsmodells für den kalkulatorischen Zinssatz gemäss Art. 13 Abs. 3 Bst. b der Strom VV (WACC)

Bei jeder dieser Stellungnahmen erwähnte der VWSV die komplexe Rolle der VNB, die nicht nur die Stromverteilung umfasst, sondern auch die Vermarktung und die Beratung der Endkunden. Er stellte sich gegen jede administrative und finanzielle Mehrbelastung seiner Mitglieder. Es ist beispielsweise nicht notwendig, dass jede legislative Änderung zu zusätzlichen Regelungen oder zu zusätzlichen zu liefernden Statistiken führt. Der VWSV erinnerte daran, dass die Stromverteilung eine Tätigkeit ist, die nur langfristig und mit einer klaren Zukunftsvision geplant und ausgeübt werden kann, und dass es die Aufgabe der Stromverteiler ist, die sichere Stromversorgung der Haushalte und Unternehmen zu gewährleisten. Er hat zudem die Kantons- und Bundesbehörden vor der Auswirkung bestimmter neuer Regelungen auf das Portemonnaie der Haushalte und Unternehmen gewarnt.

Würdigung des abtretenden Präsidenten und neue Mitglieder

Die Versammlung begann mit der Würdigung von Raymond Vaudroz, dem abgetretenen Präsidenten des VWSV, der uns auf Ende 2015 verliess. Er setzte sich während seines Mandats sowohl für die Förderung des Stromverteilungssektors als auch des Verbands ein. Im Bewusstsein der Vielfalt der VWSV-Mitglieder wünschte er sich, dass sich die Walliser Stromverteiler auf die strukturellen Entwicklungen der Energiebranche im Wallis vorbereiten können.

Im Rahmen der Ersatzwahl für den Vorstand wählte die Generalversammlung Patrick Bertschy, Direktor des Geschäftsbereichs Stromnetze von Romande Energie SA, als Ersatz für Philippe Verburgh und Joël di Natale, Direktor der Services Industriels von Bagnes, als Ersatz für Raymond Vaudroz.

Walliser Elektrizitässtatistik 2015

Gemäss der von der kantonalen Dienststelle für Energie und Wasserkraft erstellten Statistik erreichte der Walliser Stromkonsum im vergangenen Jahr 3‘209 GWh. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Verbrauch wieder um 1.1 % (CH 1.4%). Die Elektrizitätsproduktion der neuen erneuerbaren Energiequellen (Biomasse, Windenergie, Photovoltaik) ist um 30 % gewachsen und erreicht nun 81.8 GWh. Die Zunahme (45.3 %) kommt grösstenteils aus der Photovoltaïk (59 GWh).