Pressemitteilung

Pressemitteilung: GV 2015 des Verbandes der Walliser Stromverteiler

04.05.2017 Electricité

Pressemitteilung

28. Mai 2015

GV 2015 des Verbandes der Walliser Stromverteiler

Dorénaz – Die Generalversammlung der Vereinigung der Walliser Stromverteiler fand am 28.05.2015 in Dorénaz statt. Vize-Präsident Dr. Hans-Peter Burgener, Direktor EnBAG, durfte zahlreiche Verbandsmitglieder begrüssen. Die Branche bewegt sich aufgrund der Marktöffnung sowie der gesetzlichen Änderungen nach wie vor in einem herausfordernden Umfeld. Der Verband unterstützt seine Mitglieder in dieser Situation und fördert den Gedankenaustausch. Im Anschluss an die GV folgten im Zusammenhang mit dem 10-jährigen Jubiläum der RhônEole zwei interessante Referate zum Thema Windenergie. Abschliessend richtete Gemeindepräsident Daniel Fournier den Gruss der Gemeinde an die Verbandsmitglieder.

Marktumfeld

Das Marktumfeld, in welchem sich die Schweizer und auch die Walliser Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) befinden, bleibt sehr bewegt. Die 2009 politisch gewünschte Marktöffnung für die Grosskunden macht sich mehr und mehr bemerkbar. Die tiefen Energiepreise auf den internationalen und europäischen Energiemärkten beschleunigen diese Entwicklung. Die Konkurrenz durch Mitbewerber sowie die Wechselbereitschaft der Kunden nimmt stetig zu.

Der Markt wird zurzeit mit einer für die Branche nie dagewesenen Geschwindigkeit neu gestaltet. Smart Grid, Smart Metering, dezentrale Einspeisung, Prosumer, Netting, Einmalvergütung, Energieeffizienz, E-Mobility etc. sind die Schlagworte der Stunde. Für die EVU ergeben sich dadurch neue Herausforderungen aber auch neue Chancen. Die rechtzeitige Erkennung dieser Chancen sowie der bereits heute gute Kontakt zu den Endkunden werden den Walliser EVU auch in Zukunft Erfolg bescheren.

Tätigkeit der AVDEL

Die Veränderungen sind stark vom politischen Willen getrieben. Dies zeigt sich nicht zuletzt in der Anzahl der quasi parallel laufenden kantonalen und eidgenössischen Vernehmlassungen. Die AVDEL hat im vergangenen Vereinsjahr gleich zu fünf Vernehmlassungen ausführliche Stellungnahmen verfasst:

  • Kantonales Stromversorgungsgesetz
  • Kantonales Baugesetz und Bauverordnung
  • Zweite Etappe der Strommarktöffnung
  • Eidgenössische Strategie Stromnetze
  • Kantonale Wasserkraftstrategie

In den gemeinsam erarbeiteten Stellungnahmen widerspiegelt sich einerseits die Veränderungsbereitschaft der Walliser EVU und andererseits der Wunsch, dass die Anliegen der Energieverteiler berücksichtigt werden. So sind es doch die topografischen Verhältnisse eines Gebirgskantons sowie die Verbundenheit der EVU mit ihren Kunden durch vielfältige Geschäftsbeziehungen, die bei den gewünschten Systemoptimierungen berücksichtigt werden sollten. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass aufgrund gesetzlicher Interventionen zwischen den verschiedenen kantonalen Playern eine gesunde Symbiose erzielt wird.

Wechsel im Präsidium und Neumitglieder

Raymond Vaudroz, Direktor SI Bagnes, hat die AVDEL seit 6 Jahren mit viel Geschick geleitet. Mit der Überarbeitung der Statuten, dem neuen Internetauftritt, dem Programm für den Sprachaustausch und durch sein Engagement hat er in den letzten Jahren massgeblich zur Sichtbarkeit und zum Einfluss des Verbands auf kantonaler Ebene beigetragen. Aus gesundheitlichen Gründen hat er seine Demission auf die GV 2015 eingereicht. Herr Vaudroz wird dem Verband als Mitglied erhalten bleiben.

An seine Stelle wurde Dr. Jean-Albert Ferrez zum neuen Verbandspräsidenten gewählt. Herr Ferrez ist wohnhaft in Verbier und seit drei Jahren Direktor der énergies sion région (ESR) und Mitglied im strategischen Ausschuss der AVDEL. Als ehemaliger Grossratspräsident ist er politisch bestens verankert.

Im Rahmen der statutarischen Wahlen bestätigte die Versammlung alle Kommissionsmitglieder und wählte die beiden Neumitglieder Alain Bregy, Energiedienste Visp-Westlich Raron AG (EVWR), und Dominik Kummer, Elektrizitätswerk Obergoms (EWO).

Walliser Elektrizitätsstatistik 2014

Gemäss der von der Dienststelle für Energie und Wasserkraft erstellten Statistik erreichte der Walliser Stromkonsum im vergangenen Jahr 3‘185 GWh.

Damit reduziert sich der Konsum im Vergleich zum Vorjahr um 2.4% (78 GWh). Der wärmere Winter sowie der zunehmende Eigenverbrauch ab dezentralen Produktionsanlagen dürften dafür verantwortlich sein. Auffallend ist die starke Zunahme im Bereich der Photovoltaikanlagen, die sich mit einer Jahresproduktion von 40.6 GWh fast verdoppelte.