Sitten – Die Generalversammlung des Walliser Verbandes der Stromverteiler fand am 18. Mai auf dem Zirkulationsweg statt. Sie erneuerte seine Organe durch die Wahl eines neuen Präsidenten in der Person von Philippe Délèze.

Dies ist die Gelegenheit, die Zukunft der Stromnetze zu diskutieren. Netze und Netzbetreiber sind das Herzstück der Energiewende, die Elektromobilität und saubere, erneuerbare und dezentrale Produktion umfasst. Das bedeutet, die Netzwerke zu überdenken, sie intelligenter und flexibler zu gestalten und eine nachhaltige und solide Beziehung zu den Produzenten und vor allem zu den Verbrauchern aufzubauen.

Im Durchschnitt mussten die Schweizer*innen 2019 nur 19 Minuten ohne Strom auskommen, davon 11 Minuten aufgrund geplanter Arbeiten und 8 Minuten aufgrund ungeplanter Ausfälle; damit ist es eines der sichersten Netze in Europa. In der Schweiz ist das Verteilnetz, das den Strom dorthin bringt, wo er in Betrieben und Haushalten verbraucht wird, rund 250‘000 km lang – also sechsmal so lang wie der Erdumfang – und zu 85 % unterirdisch. Es ist vergleichbar mit den Kantons- und Gemeindestrassen, während das Übertragungsnetz, das den Autobahnen entspricht, den Stromtransport auf hoher Spannungsebene ermöglicht.

Zwischen den Produzenten und den Endverbrauchern sorgt der Verteilnetzbetreiber (VNB) für die Entwicklung und das Management eines sicheren und effizienten Verteilnetzes, um alle Kundinnen und Kunden im Kanton mit Strom zu versorgen. Er stellt auch die Energieversorgung sicher.

Ein Rechtsrahmen im tiefgreifenden Umbruch

Die Verteilung von Elektrizität entwickelt sich, wie der gesamte Energiesektor, innerhalb eines sehr strengen regulatorischen Rahmens, z.B. dem kStromVG (Kantonales Gesetz über die Stromversorgung), dem EleG (Elektrizitätsgesetz), dem EnG (Energiegesetz), usw. und deren zahlreiche Verordnungen, …

Mit der 2017 verabschiedeten Energiestrategie 2050 hat sich die Schweiz verpflichtet, die Energieeffizienz zu verbessern, erneuerbare Energien auszubauen und aus der Atomkraft auszusteigen. Dies impliziert, dass unser Energiemodell einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen wird und dass die Stromverteiler eine zentrale Rolle bei diesem Übergang zu spielen haben.

Diese im Allgemeinen unsichtbaren Veränderungen haben bereits bei den Vorschriften und deren Anwendung vor Ort begonnen, zum Beispiel mit der Verpflichtung, herkömmliche Zähler durch “intelligente” Zähler zu ersetzen. Gleichzeitig wird die Frage der Liberalisierung des Messpunktes diskutiert, der ein wesentliches Element des Stromverteilungsnetzes, sowohl für die Versorgungssicherheit als auch für die Qualität der Verrechnung, darstellt.

Der Bundesrat will zukünftig eine sichere Stromversorgung auf der Basis erneuerbarer Energien und er wird umfassende Revisionen angehen. Die Standard-Grundversorgung soll zu 100 Prozent aus Schweizer Strom aus erneuerbaren Quellen bestehen. Damit will der Bundesrat die Rahmenbedingungen für die Stromwirtschaft verbessern, die Planungssicherheit erhöhen und bessere Anreize für Investitionen schaffen. Zudem bestätigt der Bundesrat im Rahmen der Revision des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) weiterhin seinen Willen zu einer vollständigen Öffnung des Strommarktes. Haushalte und kleine Unternehmen sollten Zugang zum freien Markt haben und gegebenenfalls zur Grundversorgung zurückkehren können.

Für den VWSV und seine Mitglieder muss diese Transformation des Energiesystems auf zwei Säulen beruhen: Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit.

Die vollständige Marktöffnung und die ausschliessliche Versorgung aus erneuerbaren Energien dürfen das hohe Niveau der Versorgungssicherheit im Sinne der Systemstabilität nicht gefährden. Die Verfügbarkeit sowohl von Kapazität als auch von Energie muss ganzjährlich gewährleistet sein. Es ist daher notwendig, echte Anreize und Rahmenbedingungen für (Re-)Investitionen in Verteilungs-, Produktions- und Speicheranlagen in der Schweiz zu schaffen.

Das neue Marktkonzept soll dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Energiestrategie 2050 und der Klimapolitik zu erreichen. Der Übergang zu mehr erneuerbaren Energien und Energieeffizienz darf nicht behindert, sondern muss unterstützt werden.

Eigene, dezentrale Produktion, Elektromobilität usw. Was sind die Auswirkungen für die Walliser Verteiler?

Der Wunsch nach Dekarbonisierung bedeutet vor allem eine neue Elektrifizierung unserer Gesellschaft. Dies ist in den Bereichen Gebäude und Transport besonders wichtig. Von nun an wird die Mobilität elektrisch und der Verbraucher wird zum Produzenten und sogar zum lokalen Verteiler.

Wurde die dezentrale Produktion (bei der jeder zum Energieproduzent werden kann) schon weitgehend durch Bundeszuschüsse unterstützt, so fördert das Energiegesetz (EnG) seit 2017 den sauberen Verbrauch und erlaubt jedem Produzenten sogar, seinen Strom mit seinen Nachbarn zu teilen, wodurch Clusters von Selbstverbrauchern entstehen.

Ebenso wird die Elektromobilität durch das steigende Angebot der Hersteller und den Ausbau des Netzes von Ladestationen durch die öffentliche Hand (VNB, Kanton Wallis, Bund) und private Unternehmen beschleunigt.

In jedem Fall haben die VNB einen zentralen Platz in dieser Energiewende. Die Mitglieder des VWSV haben – auf ihrer Ebene – eine privilegierte Beziehung zu ihren Kunden aufgebaut und stehen an vorderster Front bei der Beratung sowohl von Privatpersonen als auch bei der Begleitung von Behörden.

In den kommenden Jahren werden die Verteiler stark investieren. Erstens in die Infrastruktur, die neue Kapazitäten aufnehmen und auch auf eine höhere Nachfrage reagieren muss, ohne die Netzqualität zu beeinträchtigen. Zweitens in Hochleistungssysteme zur Messung der Energiequalität und des Energieaustauschs und zur Gewährleistung der Netzstabilität. Und schliesslich in intelligente Messsysteme, um Investitionen in das Netz zu begrenzen. Nur mit flexiblen Netzen ist es möglich, Lasten besser zu steuern und das System zu geringeren Kosten zu optimieren.

Diese Investitionen können jedoch nicht ohne Auswirkungen auf die Stromtarife getätigt werden. Derzeit spiegeln sich die Kosten für Bau, Betrieb und Wartung der Stromnetze in den Tarifen für die Netznutzung wider. In der Regel wird ein Basistarif angewendet, der die Fixkosten wie Messung und Abrechnung abdeckt. Gemäss den gesetzlichen Vorgaben muss sich ein Grossteil der Tarife an der entnommenen Energie orientieren. Bei diesen Preiskonzepten wird jedoch das Kausalitätsprinzip nicht beachtet, d. h. die Kosten, die z. B. durch die dezentrale Produktion entstehen, werden nicht von den Produzenten selbst, sondern von allen Verbrauchern getragen.

In Zukunft wird man sich also mit der Frage der Netzentgeltregulierung auseinandersetzen müssen und die Netzbetreiber sind bereit, alternative Preismodelle zu entwickeln wie z. B. ein System, das die Kostenkausalität berücksichtigt; eine dynamische Preisgestaltung auf der Grundlage der Netzauslastung, wobei Kunden, die das Netz in kritischen Momenten nicht überlasten, mit einer niedrigeren Rechnung belohnt würden.

Welche Zukunft für die Walliser Verteiler?

Die Energiewende und insbesondere der Stromsektor erfordern erhebliche Investitionen. Das derzeitige Netz wurde im 20. Jahrhundert für eine unidirektionale Betriebsweise konzipiert: Energie kommt aus grossen Kraftwerken, wird transportiert und dann an die Endkunden verteilt. Mit der Entwicklung der dezentralen Produktion, des Eigenverbrauchs, der Elektromobilität, der Haus-, Lüftungs- und Klimatechnik, … muss sich das Netz jedoch weiterentwickeln, um die zahlreichen Aspekte der dezentralen Produktion, aber auch den Anstieg der Nachfrage aufzunehmen und zu verwalten. Der Energieaustausch wird in beide Richtungen gehen: Der Strom wird auch vom Verbraucher-Erzeuger zu höheren Spannungsebenen – wie zu Speicheranlagen – gelangen können.

Obwohl die VNB bereits innovativ sind, indem sie den Netzbetrieb durch intelligente Steuerungstools verbessern, die das Entstehen bidirektionaler Stromflüsse fördern und versuchen, Praktiken zu automatisieren, um die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden zu erfüllen, werden die Netze von morgen noch intelligenter sein, um auch grosse und unvorhersehbare Anforderungen zu meistern.

Die Digitalisierung wird diesen Wandel unterstützen. Eine feinere Steuerung der Netzwerke muss auf einer besseren Verwaltung der Daten beruhen und gleichzeitig den Schutz dieser sowie die Sicherheit unserer Systeme gewährleisten.

Die vollständige Liberalisierung des Strommarktes erfordert eine Anpassung des gesamten Systems, der Netzbetreiber, der „Verbraucher-Akteure“ der Infrastrukturen, der zur Verfügung stehenden Instrumente und des rechtlichen Rahmens. Dabei müssen die langfristige Zuverlässigkeit der Netze, nachhaltige Investitionen in eine CO2-freie Produktion und die Entwicklung innovativer Multi-Fluid-Lösungen sichergestellt werden.

Die Mitglieder des VWSV stehen klar im Einklang mit dem Engagement, unsere Umwelt nachhaltiger zu gestalten. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder schon seit Jahren für die Förderung erneuerbarer Energie, sei es Wasserkraft, Wind- und Solarenergie oder die Entwicklung von Fernwärme.

Das sichere, effiziente und intelligente Stromnetz ist die tragende Säule der Energiewende. Die VNB sind insofern in einer privilegierten Position, als sie die Erwartungen der Verbraucher kennen und diese erfüllen können. Allerdings können sie diesen Übergang nicht alleine erreichen, sie müssen gemeinsam handeln, mit den Kunden/Verbrauchern und den Produzenten.

20210518_VWSV_Pressemitteilung

Herr Philippe Délèze, Generaldirektor der SEIC SA, übernimmt die Präsidentschaft von Herrn Samuel Claret, Dienstchef Elektrizität, Energie & nachhaltige Entwicklung (SED2) der Stadt Monthey.

Er wird unterstützt durch Herrn Hans-Peter Burgener, Vizepräsident und CEO der EnBAG AG, François Fellay, Mitglied des Komitees und Generaldirektor von OIKEN, sowie von zwei Neuzugängen im Komitee: Herrn Joël Di Natale, Direktor Altis Groupe SA und Herrn Alain Bregy, Direktor der EVWR AG.

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Auf dem 11. Energieforum, das am

Dienstag, 31. Mai 2022 um 17H00
in der Aula der HES-SO in Siders stattfindet (Infos hier).

findet am Nachmittag ein Workshop statt, der speziell den Netzbetreibern (VNB) gewidmet ist.

Ab 15:30 Uhr können Sie sich über die Problematik der Netzflexibilität und die Herausforderungen austauschen, die angesichts der Elektrifizierung der Energiewende auf die Fachleute in diesem Bereich zukommen.

Anmeldung: über diesen Link.

Programm :

17h00 BEGINN DER KONFERENZ – BEGRÜSSUNG

Stéphane Genoud, Dozent und Forscher an der HES-SO Valais-Wallis, Spezialist der Energiewende

EINFÜHRUNG ZU DEN AUSWIRKUNGEN DES KLIMAWANDELS

Martine Rebetez, Klimaforscherin, Professorin an der Universität Neuenburg und Wissenschaftlerin an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)

ELEKTRIFIZIERUNG DER ENERGIEWENDE : VISION DES VWSV

Hans-Peter Burgener, Vizepräsident des VWSV, CEO EnBAG

WIE KANN DIE SPEICHERUNG VON ENERGIE DAZU BEITRAGEN, EINEN BLACKOUT ZU VERHINDERN ?

David Wannier, Professor FH

DISKUSSIONSRUNDE  moderiert von FRÉDÉRIC FILIPPIN (CANAL 9) und Prof. Dr. Stéphane Genoud

Interview mit Roberto Schmidt, Chef des Departements für Finanzen und Energie und Diskussion mit Experten aus dem Energiebereich

Die GV 2022 findet am Freitag, 20. Mai 2022, im Kongresszentrum La Poste in Visp statt.

 

PROGRAMM

08.45 Uhr    Empfang, Kaffee und Gipfeli

 

09.15 Uhr    Generalversammlung       

  1. Protokoll der Generalversammlung vom 18. Mai 2021
  2. Bericht des Präsidenten
  3. Jahresrechnung 2021 und Revisorenbericht
  4. Genehmigung der Jahresrechnung und Entlastung des Vorstands
  5. Budget 2022
  6. Eintritte, Austritte
  7. Höhere Fachprüfung Netzelektrikermeiste
  8. Verschiedenes

 

10.15 Uhr    Technischer Teil

Die Entwicklung der Lonza AG

Auswirkungen auf die Stromverteilung

 

11.00 Uhr    Aperitiv

12.00 Uhr    Mittagessen

Der Verband der Walliser Stromverteiler (VWSV) hat kürzlich Philippe Délèze zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Der diplomierte Ingenieur, Direktor der SEIC-Télédis-Gruppe, erklärt uns die Herausforderungen im Zusammenhang mit seiner Branche, die Ziele des Verbandes sowie die Themen, die ihm am Herzen liegen.

 

In einer Zeit, in der das Management der Stromnetze tiefgreifende Veränderungen erlebt, fördert der VWSV den Austausch zwischen den Verteilnetzbetreibern (VNB), die er gegenüber dem kantonalen Departement für Finanzen und Energie und der öffentlichen Hand verteidigt und vertritt. Am 18. Mai wählten die Mitglieder des Verbandes Philippe Délèze, derzeit Direktor der SEIC-Télédis Gruppe, zu ihrem neuen Präsidenten. Eine Begegnung mit diesem Profi aus den eigenen Reihen:

 

Was ist Ihr beruflicher Werdegang?

Ich begann mit einer Lehre als Elektromechaniker und absolvierte danach eine Ausbildung zum Elektroingenieur. 1992 kam ich als Netzwerkingenieur zur SEIC, die später zur SEIC-Télédis-Gruppe wurde. Ich war dann für die Planung des elektrischen- und des Glasfasernetzes zuständig. Im Jahr 2007 habe ich dann die Direktion der Gruppe übernommen, nachdem ich eine betriebswirtschaftliche Ingenieurausbildung absolviert hatte. Ich bin froh, dass ich vor meiner jetzigen Tätigkeit lange Zeit im Bereich Netzwerkmanagement und -planung gearbeitet habe, denn dadurch habe ich ein sehr gutes Verständnis für die Problematik in diesen Bereichen.

 

Hat sich das Management von Stromnetzen seit Ihren Anfängen stark verändert?

Ja, erheblich! Ursprünglich wurden die Netze gebaut, um Strom aus grossen Kraftwerken in eine Richtung zu den Endkunden zu liefern. Dies ist durch die Zunahme von dezentraler Produktion, Eigenverbrauch und Energiespeicherung gar nicht mehr der Fall. Zwar sehen uns viele immer noch als “Kabelzieher”, unsere Arbeit ist jedoch viel technischer geworden und hat sich – vor allem durch die Entwicklung der Digitaltechnik – in den letzten Jahren stark verändert.

 

„Unsere Arbeit ist viel technischer geworden und hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt“.

 

Welche Rolle spielen die VNB in der Energiewende?  

Um auf das Wachstum der dezentralen Produktion zu reagieren, müssen die VNB ein Smartgrid – d.h. ein intelligentes Netz – einsetzen, das die Verteilung und den Verbrauch von Energie optimiert. Zu diesem Zweck investieren sie erheblich in die Modernisierung und Digitalisierung ihrer Netze.

Um den Bedürfnissen ihrer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden und eine umfassende Palette an Lösungen zu offerieren, bieten viele VNB jetzt auch Dienstleistungen an, die die Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien fördern. Diese Diversifizierung ermöglicht es ihnen, die bevorstehende Öffnung des Strommarktes zu antizipieren und sich als Schlüsselakteure der Energiewende zu behaupten.

 

Was sind die Hauptziele des VWSV?

Zunächst einmal wollen wir sicherstellen, dass die Marktentwicklung die hohe Versorgungssicherheit über das ganze Jahr hinweg nicht beeinträchtigt. Um dies zu erreichen, nehmen wir an Konsultationen teil und stehen in Kontakt mit den Behörden, um von günstigen Rahmenbedingungen für Investitionen in Energieverteilungs-, Produktions- und Speicheranlagen zu profitieren.

Zudem wünscht sich der VWSV, dass seine Mitglieder eine führende Rolle bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 spielen und den Verbraucherinnen und Verbrauchern den Zugang zu 100% Walliser-Energielösungen ermöglichen. Da einige VNB nun auch Energiedienstleistungen anbieten, während andere Verteiler sich auf das historische Geschäft konzentriert haben, sind Partnerschaften unerlässlich, wenn wir alle Kundinnen und Kunden zufriedenstellen wollen. In diesem Zusammenhang spielt der Verband eine wesentliche Rolle bei der Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit.

 

Wie sind die Beziehung zwischen dem VWSV und dem Staat Wallis?

Die Beziehungen sind sehr gut! Wir treffen uns regelmässig mit dem kantonalen Departement für Finanzen und Energie, welches wir bei der Umsetzung der eidgenössischen und kantonalen Energiestrategien konkret beraten und unterstützen. So werden die VNB durch den VWSV zu privilegierten Gesprächs-partnern, weil sie die Probleme des Terrains kennen und oft schon auf lokaler Ebene Projekte umgesetzt haben, die später auf kantonaler Ebene angedacht werden. Sie fungieren als eine Art Transmissionselement zwischen den Zielen der kantonalen Strategie, der öffentlichen Hand und den Kundinnen und Kunden.

 

„Die VNB sind privilegierte Gesprächspartner, weil sie die Problematik des Terrains kennen“.

 

Welche Themen liegen Ihnen für Ihre Präsidentschaft besonders am Herzen?

Ich würde mir wünschen, dass sich das Image der VNB verändert, denn wir werden noch zu oft als veraltete und individualistische Unternehmen wahrgenommen. Im Gegensatz zu dieser Wahrnehmung sind die VNB im Wallis dynamische Akteure der Energiewende, die die Erwartungen ihrer Kundinnen und Kunden erfüllen wollen. Sie haben bereits mehrfach bewiesen, dass sie in der Lage sind, zusammenzuarbeiten und innovative Lösungen zu finden, dies sowohl im Bereich Energie als auch im Multimediabereich. Der VWSV kann dazu beitragen, diese negative Wahrnehmung beispielsweise durch eine intensivere Kommunikation über die Aktivitäten dieses Sektors zu verändern.

Zum anderen hat sich der Verband aufgrund des Lehrlingsmangels auch sehr für die Förderung des Berufs des Netzelektrikers eingesetzt. Es scheint mir wichtig, dass der Verband seine Aktivitäten auf die Weiterbildung ausweitet. Wie ich schon darlegte, haben sich unsere Berufe in den letzten Jahren sehr verändert. Es ist daher sehr wichtig, die Aus- und Weiterbildung zu fördern, damit sich die Fachleute des Sektors anpassen können.

 

Foto © Thomas Masotti

Die Generalversammlung der VWSV, die am Mittwoch, den 6. Mai 2020 um 10.00 Uhr stattfinden sollte, wird auf dem Zirkularbeschluss durchgeführt.

Die Mitglieder erhalten per E-Mail die an diesem Tag üblicherweise verbreiteten Informationen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

GV 2019 des Verbands der Walliser Stromverteiler

Vétroz – Die Generalversammlung des Verbands der Walliser Stromverteiler fand am 23. Mai 2019 unter dem Vorsitz von Präsident Samuel Claret in Vétroz statt. Das Jahr 2018 war geprägt von der Umsetzung der Energiestrategie 2050 und den daraus resultierenden Verordnungen. Diese Veränderung des rechtlichen Rahmens in Verbindung mit dem technologischen Fortschritt erlaubt es dem Endverbraucher, teilweise die Stromnetzinfrastruktur zu umgehen. Diese neue Form der Liberalisierung des Marktes ist mit der Einführung des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch bereits Realität. Unter diesen sich schnell verändernden Bedingungen agieren die Verteiler in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld.

2018: Vorbereitungen für die rechtlichen und technologischen Veränderungen

Das Jahr 2018 war geprägt von der Umsetzung der Energiestrategie 2050 und den daraus resultierenden Verordnungen. Die Zukunft der Branche zeichnet sich allmählich ab. Der Begriff der Stabilität, Garant für Nachhaltigkeit und Sicherheit, wird allmählich durch ständigen Wandel, Unsicherheit, Komplexität und Schnelllebigkeit abgelöst. Unter diesen Bedingungen hat der VWSV stets daran erinnert, dass die Verantwortung für ein sicheres, leistungsstarkes und effizientes Netz immer noch von den Verteilnetzbetreibern getragen wird, während diese neuen Formen des Verbrauchs – und der Erzeugung, ja sogar der Speicherung von Strom – auch Herausforderungen hinsichtlich der Vorhersage von Verbrauch und Produktion darstellen, welche sich auf die Stabilität der Netze auswirken können.

Der Prozess der Marktliberalisierung hat innerhalb der Europäischen Union vor mehr als 20 Jahren begonnen und seine Bilanz ist durchwachsen. Einerseits ist die Liberalisierung ein Innovationsfaktor, andererseits sind die Stromkosten für die europäischen Verbraucher paradoxerweise gestiegen. In der Schweiz steht das Thema Liberalisierung seit 15 Jahren im Mittelpunkt der politischen Agenda. Die Umsetzung erfolgte mittels einer teilweisen Marktöffnung mit Fokus auf das grösste Potenzial, das heisst auf die Grossverbraucher. 2018 hat das BFE sein Projekt zur Öffnung des Strommarktes in die Vernehmlassung gegeben. Der VWSV äusserte jedoch starke Vorbehalte gegenüber dem Projekt und lehnte die vorgeschlagene Öffnung des Strommarktes ab. Das Projekt gefährdet in der Tat sowohl die Versorgungssicherheit als auch Investitionen in das Netz oder in erneuerbare Energien. Vor allem bleibt es eine Mischform zwischen einer echten, vollständigen Marktöffnung und einem regulierten Modell. Angesichts der für die praktische Umsetzung erforderlichen Investitionen rechnet der VWSV kurzfristig mit einem Anstieg der Preise und zweifelt am tatsächlichen Mehrwert für die Endverbraucher.

Der gesellschaftliche Wandel, die Energiewende, die neuen Technologien und die Digitalisierung drängen jedoch auf eine andere Liberalisierung, die sich nicht nur auf die Energievermarktung beschränkt, sondern auch die Nutzung des Verteilnetzes einschliesst. Diese Entwicklungen könnten es den Endverbrauchern ermöglichen, teilweise die Stromnetzinfrastruktur zu umgehen und so zu einem Wettbewerb mit dem Monopol der Verteiler führen. Letztere sind bereits durch die Einführung des Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV) mit dieser Entwicklung konfrontiert. Die Verteiler agieren in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld. Der VWSV wird sicherstellen, dass der Grundsatz der Kostenverursachung und die Gleichbehandlung respektiert werden, um jegliche Diskriminierung unserer Kunden zu vermeiden.

Überlegungen und Handlungen des VWSV

Intern konzentrierte sich der VWSV auf die Erwartungen und Bedürfnisse seiner Mitglieder im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen der Branche. Diese Analyse führte zur Reorganisation des Vorstandes und der Revision der Statuten, aber auch zur Erstellung einer Charta, welche die Werte der Nähe, Offenheit und Verantwortung innerhalb des Verbandes fördert.

Gleichzeitig hat der VWSV im Interesse seiner Mitglieder die Grundlagen für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen geschaffen. Nach regelmässigem Austausch mit der Dienststelle für Energie und Wasserkraft hat der VWSV sich bereit erklärt, eine Reorganisation der kantonalen energiewirtschaftlichen Strukturen zu analysieren und damit den Wünschen des Grossen Rates zu entsprechen. Des Weiteren ist der VWSV bereit, den Leistungsvertrag auszuhandeln, der mit der Zuteilung von Netzgebieten einhergeht. Der VWSV wird ausserdem in Zusammenarbeit mit der Dienststelle für Unterrichtswesen die Sensibilisierungskampagne für nachhaltige Entwicklung und Energie in der Primar- und Sekundarschule unterstützen.

Walliser Elektrizitätsstatistik

Laut den von der Dienststelle für Energie und Wasserkraft erstellten Statistiken betrug der Stromverbrauch des Kantons im vergangenen Jahr 3’179 GWh. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Walliser Verbrauch sowohl im Wallis (−0,92 %) als auch in der gesamten Schweiz (−1,4 %) leicht gesunken.

Die Bruttoproduktion des Kantons stieg um +13.15% auf 11’660 GWh. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf das gute Ergebnis der Wasserkraftproduktion (+14,5%) zurückzuführen. Die Produktion von erneuerbaren Energien (Biogas-, Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen) erreicht 111 GWh, eine Wachstumsrate von 7,8% bei einem starken Anstieg der Photovoltaik (+13,5%).

GV 2018 des Verbands der Walliser Stromverteiler

Le Châble – Die Generalversammlung des Verbands der Walliser Stromverteiler fand am 26. April 2018 unter dem Vorsitz von Jean-Albert Ferrez in Le Châble statt. Nachdem 2012 der Atomausstieg angekündigt wurde, herrschte sechs Jahre Unentschlossenheit. Das letzte Jahr war nun geprägt von der Volksabstimmung zur Energiestrategie 2050 und der Fertigstellung der Vollzugsverordnungen. Alle rechtlichen Grundlagen sind am 1. Januar 2018 in Kraft getreten. Die Strombranche kennt damit ihre Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre und kann die Konkretisierung von Projekten angehen.

Umsetzung der Energiestrategie 2050

Nachdem das Schweizer Volk den legislativen Teil der Energiestrategie 2050 gutgeheissen hat, hat sich der VWSV aktiv an der Vernehmlassung zum Verordnungspaket beteiligt. Auch wenn das Prinzip der Eigenverbrauchsgemeinschaft nicht mehr bekämpft wurde, musste doch auf die Umsetzungsdetails geachtet werden. In diesem Sinne ist das vom Bundesrat vorgeschlagene Endergebnis akzeptabel.

Die strategischen Überlegungen werden aber nun an anderen Fronten weitergeführt. Der Produktionssektor sieht sich weiterhin mit historisch tiefen Preisen und dem Konkurrenzdruck der verschiedenen Energiequellen konfrontiert. Die Branche der Stromverteiler entgeht diesen Überlegungen nicht: Einerseits sind viele ihrer Akteure auch in der Produktion tätig und andererseits revidieren die Eidgenössischen Räte gleichzeitig die Strategie Stromnetze.

Die vollständige Liberalisierung des Strommarkts erregt auch weiterhin die Gemüter. Befürworter und Gegner sind weit davon entfernt, einen Kompromiss zu finden, ohne von der Volksabstimmung zu sprechen, die mit Sicherheit zustande kommen wird. Bis dahin bereitet sich die Branche weiter auf den Kampf vor und wird bereit sein, einem liberalisierten Markt gegenüberzutreten, gleichgültig wie die Regeln aussehen werden. In der Zwischenzeit haben sich die Eidgenössischen Räte mit spezifischeren Fragen wie der Liberalisierung des Stromzählermarkts befasst.

Überlegungen und Handlungen des VWSV

2017 hat eine doppelte Neuerung in der Energiebranche stattgefunden: Staatsrat Roberto Schmidt trat als Departementsvorsteher und Joël Fournier als Leiter der Dienststelle für Energie und Wasserkraft sein neues Amt an. Im Anschluss an die unter der Leitung ihrer Vorgänger geführten Überlegungen, passt sich die Branche weiter an den aktuellen Wandel an. So haben die zwei grössten Verteiler des Kantons, énergies sion région (esr) und Sierre-Energie ihre politische Vision einer Fusion der beiden Gesellschaften bestätigt. Im Kanton entstehen auch andere Zusammenschlüsse oder Kooperationsplattformen. Dieser Ansatz zielt insbesondere darauf ab, den gemischten Charakter der Walliser Verteiler zu erhalten. Das heisst, dass sie neben dem Strom auch das Fernsehnetz, Erdgas, Trinkwasser, Fernwärme und Ladestationen für Elektrofahrzeuge verteilen sowie Beratung zu unter anderem Energieeffizienz, Elektroinstallationen oder Haustechnik bieten. So sind sie eng mit dem Endkunden verbunden, was einen unbestreitbaren Vorteil im Hinblick auf die Marktöffnung bedeutet.

Wechsel im Präsidium und neue Mitglieder

Jean-Albert Ferrez, ehemaliger Generaldirektor von énergies sion région (esr), hat die Geschicke des VWSV seit 2015 geleitet. Dieser Zeitraum war im Wesentlichen geprägt von den abschliessenden Diskussionen und der Umsetzung der Energiestrategie 2050 und markierte einen Wendepunkt für die gesamte Energiebranche und insbesondere für die Energieverteiler, die bestimmte physikalische Gesetzmässigkeiten verteidigen und gleichzeitig die Kundenorientierung ihrer Aktivitäten aufwerten mussten.

Die Generalversammlung hat Samuel Claret als Nachfolger gewählt. Samuel Claret wohnt in Troistorrent und leitet seit 2014 das Amt für Elektrizität, Energie und nachhaltige Entwicklung der Stadt Monthey. Davor hatte er verschiedene Funktionen in Zusammenhang mit Energie in KMUs und in Industriebetrieben der Region inne. Er ist Ingenieur HES in Energiesystemen und schloss kürzlich einen Executive MBA in Management und Business Administration ab.

Als Ersatz für Jean-Albert Ferrez hat die Generalversammlung François Fellay, Generaldirektor der esr, in den Vorstand gewählt.

GV des Verbands der Walliser Stromverteiler

Visp – Die Generalversammlung des Verbands der Walliser Stromverteiler fand am 8. Juni 2017 unter dem Vorsitz von Jean-Albert Ferrez in Visp statt. Das vergangene Jahr war recht unruhig für die Branche. Die vom Volk angenommene Energiestrategie 2050 bringt mit der dezentralen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern und der Stärkung von Eigenverbrauchsgemeinschaften beträchtliche Umstellungen für die Stromverteiler mit sich. Der VWSV macht sich Gedanken zu den Auswirkungen der politischen und strukturellen Veränderungen auf seine Tätigkeit und beteiligt sich an einer Arbeitsgruppe zur mittel- und langfristigen Erhaltung der Wertschöpfung im Wallis.

2016/17 – ein bewegtes Jahr für die Schweizer Energiebranche

Zusammen mit seinen Partnern (VSE, DSV, Multidis usw.) hat der VWSV die jüngsten Debatten in den Bundeskammern über die Revision des Energiegesetzes aufmerksam verfolgt. Fünf Jahre nach dem Entscheid über den Atomausstieg hat die Regierung die Energiestrategie 2050 zur Volksabstimmung vorgelegt. Nun, da das Volk die Richtung vorgegeben hat, kann sich die Branche auf die Umsetzung konzentrieren.

Der VWSV hat sich an der Vernehmlassung zum Verordnungspaket aktiv beteiligt. Im Kern dreht sich dieser zweite Reformteil hauptsächlich um die dezentrale Energieerzeugung und die Eigenverbrauchsgemeinschaften. Auch wenn die Netzbetreiber immer noch über ein sicheres, leistungsstarkes und effizientes Netz verfügen dürften, ziehen die vorgeschlagenen Änderungen doch einerseits einen Bindungsverlust zwischen den Verteilern und den Endkunden und andererseits eine Destabilisierung der Netze aufgrund der bevorzugten dezentralen Erzeugung nach sich.

Wenngleich der Schwerpunkt bei der Förderung der Grosswasserkraft liegt, so gibt es doch viele Punkte mit Folgen für die Verteilung, wie zum Beispiel das von der UREK vorgeschlagene Modell, nach dem die an gebundene Verbraucher gelieferte Elektrizität nur aus Schweizer Kraftwerken stammen darf, die erneuerbare Energien produzieren.

Insgesamt erlebt die Schweizer Elektrizitätsbranche tiefgreifende Veränderungen. Auch die Stromverteilung entgeht dem nicht, da das Bundesparlament gleichzeitig die Netzstrategie revidiert.
Während die Energiestrategie 2050 noch dezentrale Mikronetze befürwortete, scheint diese neue Revision die Verteiler allmählich auf eine völlige Liberalisierung der Branche vorzubereiten, etwa mit dem Thema Zählermarktliberalisierung. Die weniger im Zentrum der Aufmerksamkeit stehende Verteilerbranche kommt in Bewegung, neue Akteure könnten auftauchen und die traditionellen be- oder verdrängen.

 

Überlegungen und Handlungen des VWSV

Unterdessen haben die Walliser Verteiler darüber nachgedacht, wie sich die politischen und strukturellen Veränderungen auf ihre Tätigkeit auswirken. Auf Initiative von Staatsrat Jean-Michel Cina wurde eine Arbeitsgruppe mit Mitgliedern des VWSV, der FMV und der Dienststelle für Energie und Wasserkraft ins Leben gerufen. Kernthema der Diskussion ist die mittel- und langfristige Erhaltung der Wertschöpfung im Wallis. Die Lösung wird nicht einfach sein, denn sowohl die Erzeugung als auch die Verteilung und der Vertrieb bringen unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Zudem sind viele Verteiler Mehrfachanbieter, sie liefern also nicht nur Elektrizität, sondern auch Kabelfernsehen, Gas, Trinkwasser usw. Sie sind eng mit den Endkunden verbunden, was einen unbestreitbaren Vorteil darstellt. Die Arbeitsgruppe hat sich nicht auf die Branchenstrukturen, sondern auf Themen mit Synergiepotenzial konzentriert, die vertieft werden können. Der Bericht über die erste Phase wird in Kürze erwartet. Die Diskussion über das weitere Vorgehen wird mit dem neuen, für die Energie zuständigen Staatsrat Roberto Schmidt fortgesetzt.

Schliesslich hat sich der VWSV im vergangenen Jahr in zahlreichen kantonalen und eidgenössischen Vernehmlassungen für die Interessen der Stromverteilerbranche eingesetzt – Telekommunikationsgesetz, Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV), zweite Phase der Energiestrategie – und seine interne Arbeitsgruppe zu den Aufladestationen für Elektrofahrzeuge wieder aktiviert.

 

Walliser Elektrizitätsstatistik 2016

Laut den von der Dienststelle für Energie und Wasserkraft erstellten Statistiken betrug der Stromverbrauch des Kantons im vergangenen Jahr 3‘194 GWh. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Verbrauch im Wallis leicht (-0.7%) gesunken, während er in der gesamten Schweiz unverändert blieb.

Die Bruttoproduktion des Kantons ging um 8.48 % auf 10‘530 GWh zurück. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Wasserkraftproduktion zurückzuführen. Aus anderen erneuerbaren Energieträgern (Biomasse, Solar- und Windkraft) wurden 90.3 GWh erzeugt, was einer Zunahme von 9.32 % bei jeder dieser Energien entspricht. Zur Erinnerung: In den letzten Jahren war die Wachstumsrate dieser neuen Energien zweistellig.